researching urbanity

Open Call 2026

Nach zwei erfolgreichen Symposien in den Jahren 2022 und 2023 sowie mehreren kleineren Veranstaltungen in den darauffolgenden Jahren freuen wir uns, die dritte Edition des (re)searching urbanity Symposiums im Juni 2026 anzukündigen. Unter dem Titel (un)learning urbanity möchten wir uns gemeinsam mit euch kritischen und interdisziplinären Fragestellungen zuwenden – insbesondere aus queerfeministischer, postkolonialer oder ökologischer Perspektive.

Wann & wo:

19. bis 21. Juni, Berlin, Deutschland

Was:

Beiträge (auf Englisch oder Deutsch) zum Thema (un)learning urbanity; alle Formate sowie Zugänge (Praxis, Forschung, Kunst oder Aktivismus) sind willkommen

How:

Bewerbungen sind bis zum 22. Februar möglich.

(UN)Learning: was bedeutet das?

Die dritte Edition des Symposiums behandelt das Thema (un)learning urbanity. (Un)learning – (ver)lernen – bedeutet nicht, dass Wissen vergessen, wegradiert, verdrängt wird. Vielmehr bedeutet (un)learning für uns das bewusste Infragestellen normierter Zuschreibungen, ‘Wahrheiten’ und Verhaltensweisen, die uns daran hindern, alternative Zukünfte zu imaginieren. Auf Urbanität bezogen, wird (un)learning zu einer Methode, gewohnte städtische Kontexte zu hinterfragen und über (alltägliche) Praktiken nachzudenken.

Daher laden wir euch ein, gemeinsam mit uns (Un)learning als kollektiven und kritischen Prozess zu erkunden: hin zu einem inklusiveren, pluraleren und gerechteren urbanen Wissen und einer entsprechenden Praxis.

 

(re)searching urbanity: wer wir sind

Wir sind ein Kollektiv aus Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen und engagierten Personen aus unterschiedlichen Disziplinen. Begonnen haben wir als eine Gruppe von Studierenden, die heute in akademischen, urbanen, architektonischen, sozialen, politischen und philosophischen Praxisfeldern und darüber hinaus tätig sind. Uns verbindet der gemeinsame Wunsch, eine gerechtere Stadt für alle aus interdisziplinären und intersektionalen Perspektiven zu entwerfen.

Wir versuchen, starre Hierarchien zwischen ‘Forscher*in’ und ‘Praktiker*in’, ‘Akademiker*in’ und ‘Aktivist*in’ aufzulösen. Unser Ziel ist es, zu reflektieren und (neu) zu imaginieren, wie urbanes Leben produziert, gelebt und verstanden wird, indem wir ein breites Spektrum an Stimmen miteinander ins Gespräch bringen.

Exemplarische Themen und Fragen

An der floating university in Berlin möchten wir eine vielfältige Gruppe junger und noch nicht etablierter Stadtforscher*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen einladen, ihre Perspektiven miteinander und mit einem öffentlichen Publikum zu teilen.

Wir begrüßen Beiträge – Forschungspräsentationen, praxisbasierte Reflexionen, visuelle oder performative Arbeiten usw. –, die sich mit (un)learning und Urbanität in Bezug auf folgende beispielhafte Fragen auseinandersetzen können:

  • Wie kann das (Un)learning des ‘normalen’ urbanen Subjekts, der standardisierten urbanen Form oder der als selbstverständlich angenommenen Stadt dazu beitragen, inklusiveres Wissen über ‘die’ Stadt zu erzeugen?
  • Welche alternativen Praktiken, Methoden, Ethiken und Positionen urbanen Lebens, Forschens und Entwerfens entstehen aus Prozessen des Un-/Relearning? Welche neuen Formate der Wissensproduktion braucht es, um kollektiv zu (ver)lernen?
  • Wie können wir Hierarchien herausfordern und urbane Imaginationen (ver)lernen, die in kolonialen, patriarchalen, kapitalistischen oder normativen Regimen verwurzelt sind?
  • Wie kann (Un)learning während des Symposiums praktisch umgesetzt werden, z. B. durch die Einbeziehung der umliegenden Nachbar*innenschaft?

Disclaimer: Wir sind eine selbstorganisierte, ehrenamtliche Gruppe junger Menschen ohne externe finanzielle Förderung. Unsere zeitlichen, räumlichen und ökonomischen Ressourcen sind begrenzt. Daher können wir leider nicht alle eingereichten Vorschläge umsetzen und derzeit keine Honorare anbieten. Wir bemühen uns jedoch weiterhin um Fördermittel und versuchen, Teilnehmende in anderer Weise zu unterstützen, z. B. bei der Suche von Unterkünften oder durch Vernetzungsmöglichkeiten.

Noch Fragen?
Besuche eines unserer Online Infoevents:
Freitag, 30.01. – 12:00, Englisch/Deutsch, Link
Mittwoch, 11.02. – 19:00, Englisch/Deutsch, Link

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